Logo_StAnsgar-KV

St. Ansgar Klinikverbund

Herzlich Willkommen

alexianer_web_rgb

Kontakt

Impressum

Stellenangebote

Farbflaeche_HKS7

Sie befinden sich hier: >Kliniken >Klinik Twistringen >Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Abteilung für

      Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

In der Abteilung für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie werden Menschen behandelt, die unter Ängsten und Panikstörungen, Depressionen, Belastungsreaktionen, Zwangsstörungen, psychosomatischen Erkrankungen, psychogenen Essstörungen und Persönlichkeitsstörungen leiden. Patienten, die unter Schwierigkeiten im Bereich der Selbststeuerung, wie z. B. der Impulskontrolle oder der Selbstwertregulierung, leiden, finden einen vorwiegend stabilisierenden und auf Stärkung der Ich-Funktionen ausgerichteten Behandlungsrahmen.

Nicht behandeln können wir Krankheitsbilder wie organische Psychosen, affektive Störungen mit psychotischen Symptomen, schizophrene oder andere wahnhafte Störungen sowie Menschen, die sich in einem akut suizidalen Zustand befinden. Hierfür stehen Ihnen unsere Abteilungen für Psychiatrie und Psychotherapie und die Tagesklinik zur Verfügung.

alexianer_web_rgb

Dr. phil. Hardy Gutknecht
Psychologischer Psychotherapeut / Therapeutischer Leiter
St.-Annen-Str. 15
27239 Twistringen

Tel.: (0 42 43) 415-0
Fax: (0 42 43) 415-30 209
E-Mail: h.gutknecht@st-ansgar-klinikverbund.de

Martina Döpkens
Stationsleitung
St.-Annen-Str. 15
27239 Twistringen

Tel.: (0 42 43) 415-30 170
Fax: (0 42 43) 415-30 209
E-Mail: psychiatrie@st-ansgar-klinikverbund.de

Gutknecht_Hardy1
Doepkens

Therapiekonzept
Unser therapeutisches Vorgehen passen wir möglichst weit an die persönlichen Bedürfnisse unserer Patienten an. Hintergrund unseres Vorgehens ist ein dynamisches Verständnis des psychotherapeutischen Vorgehens i.S. eines multimodalen Einbeziehens unterschiedlicher therapeutischer Ansätze.

Auf der Grundlage eines psychodynamisch tiefenpsychologischen Ansatzes kommen neben verhaltens- und familientherapeutischen auch körper-, kunst- und musiktherapeutische Methoden zur Anwendung.

Wichtig ist uns darüber hinaus die Einbeziehung des psychosozialen Umfeldes in eine angemessene und rechtzeitige Entlassungsvorbereitung, z.B. durch Belastungserprobungen. Unsere Haltung ist von einer wertschätzenden und einfühlenden therapeutischen Beziehungsgestaltung geprägt.

zurück

Therapieangebote
Wir sind darum bemüht, den Patienten ganzheitlich zu betrachten und seine jeweilige Problematik entsprechend einzuordnen und therapeutisch zu bearbeiten. Seelisch-körperliche Interaktionen sind ein oftmals komplexes Geschehen, das die Anwendung unterschiedlicher, z.B. verbaler und nonverbaler Therapiemethoden erfordert.

Unser Therapieprogramm umfasst:

  • die Erhebung des körperlichen Status mit entsprechender Diagnostik
  • psychologische Eingangsdiagnostik
  • Einzel- und Gruppentherapie
  • indikationsspezifische Gruppen je nach Bedarf
  • Körper-, Kunst-, Musik- und Ergotherapie
  • Angehörigengespräche
  • Entspannungsverfahren
  • Aromapflegerische Anwendungen
  • Milieu- und Soziotherapie
  • je nach Indikation erfolgt eine abgestimmte medikamentöse Behandlung.

zurück

Informationen zur Aufnahme
Vor einer Aufnahme erfolgt grundsätzlich ein Vorgespräch mit einem Mitarbeiter unseres therapeutischen Personals im ambulanten Rahmen. Dabei ergeben sich für die Patienten auch Möglichkeiten, sich einen Einblick in unsere Arbeit zu verschaffen.

Die Anmeldungen für das Gespräch erfolgen unter der
Telefonnummer (0 42 43) 415-30 170.

Für dieses Gespräch ist die Überweisung eines Haus- oder Facharztes erforderlich.

Die Aufnahme erfolgt durch entsprechende Einweisung durch einen der o.g. Ärzte. Weitere Einweisungsmodalitäten sind nicht erforderlich.

zurück

Informationen zum therapeutischen stationären Aufenthalt
Für die Betroffenen ist eine stationäre Behandlung mit vielen Fragen verbunden. Ein stationärer Aufenthalt in einer psychotherapeutischen Abteilung bedarf deshalb einer weitergehenden Erläuterung, stellt dieser doch eine Chance zu einer wesentlichen Veränderung und positiven Beeinflussung psychischer und psychosomatischer Krankheitsbilder dar, die im ambulanten Behandlungsrahmen oft nicht ausreichend therapierbar sind.

Mit den nun folgenden Informationen möchten wir helfen, eventuelle Ängste und Sorgen vor einem stationären Aufenthalt abzubauen und einen Überblick über unsere Arbeit zu
erlangen.

zurück

Therapeutische Grundhaltung
Unser aus verschiedenen Professionen zusammengesetztes Team arbeitet auf der Grundlage eines tiefenpsychologischen Grundverständnisses. Dies bedeutet, dass wir davon ausgehen, dass psychogene Erkrankungen mit unbewusstem Erleben in Zusammenhang stehen. Eine Annäherung an das eigene konflikthafte Erleben eröffnet Handlungsalternativen und eine Möglichkeit zur Symptomreduktion. Sich dem eigenen, oftmals angstbesetztem, Erleben zu stellen, bietet somit auch eine Chance zur Weiterentwicklung.

Therapeutische Arbeit bedeutet auf dieser Grundlage, dass wir uns gemeinsam mit dem Patienten sowohl mit dessen bisheriger Entwicklung als auch dessen aktueller Lebenssituation auseinandersetzen.

Je nach Bedarf kommen übende und stützende Verfahren, z.B. bei selbstverletzendem Verhalten oder Angst- und Zwangsstörungen, zur Anwendung.

zurück

Therapievertrag
Unsere Patienten dürfen von uns erwarten, dass wir ihnen wertschätzend begegnen, sie in für sie schwierigen Zeiten begleiten und alles daran setzen, sie in einer gebesserten Befindlichkeit aus der stationären Behandlung zu entlassen. Zu Beginn der Therapie werden gemeinsam Problemfelder erarbeitet und therapeutische Ziele benannt.

Eine Voraussetzung von Seiten der Patienten ist, dass diese regelmäßig an den therapeutischen Angeboten teilnehmen und sich mit ihren Sorgen, Ängsten, Zweifeln und auch ablehnenden Gefühlen in der Therapie mitteilen und sich entsprechend einbringen.

Das therapeutische Vorgehen ist wesentlich von dem Miteinander auf der Station und in den Therapien geprägt. Die Möglichkeit der Teilnahme an verschiedenen Therapien soll den unterschiedlichen Neigungen der Patienten entgegenkommen. Die Teammitglieder kommunizieren über die jeweiligen Behandlungsschritte miteinander, um so eine Behandlungskontinuität zu gewährleisten.

Von den Patienten praktiziertes ausweichendes Verhalten i.S. von Vermeidung wird von uns aufgegriffen und thematisiert. Da ein solches Verhalten den Behandlungsprozess erschwert, ist es erforderlich, dass ein Austausch mit dem Patienten i.S. eines konstruktiven Miteinanders möglich ist. Ausweichendes Verhalten kann z.B. das Meiden von Therapien oder das verspätete Erscheinen sein.

Uns ist es auch wichtig, dass die Patienten einen Ausgleich zu der anstrengenden emotionalen Arbeit und Belastung der Therapie finden. Selbstverständlich soll es auch Zeiten geben, in denen außerhalb des engeren therapeutischen Rahmens mit Mitpatienten oder auch allein ein entsprechender Ausgleich durch z.B. körperliche Aktivität oder der Wunsch nach Ruhe und Entspannung gefunden werden kann. Soweit es möglich ist, werden wir sie auch hierbei unterstützen.

Der Konsum von Alkohol und Drogen ist in der Klinik untersagt.

zurück

Therapeutische Gemeinschaft
Das therapeutische Vorgehen ist wesentlich von dem Gedanken der sogenannten therapeutischen Gemeinschaft geprägt. Wir verstehen darunter, dass wir die von uns betreuten Patienten als eine Lebensgemeinschaft betrachten, die mit dem therapeutischen Personal in einem ständigen Austausch steht. Im Umgang mit Mitpatienten und dem Personal wird Gelegenheit gegeben, sich zu erleben und wahrzunehmen. Eine Voraussetzung dabei ist der wertschätzende und respektvolle Umgang miteinander. Rückmeldungen über das eigene Verhalten durch Mitpatienten können auf dieser Grundlage ein wertvoller und die Selbsterfahrung und die Therapie voranbringender Beitrag sein.

Der Hintergrund dieses Vorgehens ist die Erkenntnis, dass Probleme des Alltags, z.B. am Arbeitsplatz oder innerhalb der Familie, auch im Stationsmilieu wieder auftauchen und gelebt werden. Durch das gemeinsame Miteinander auf der Station werden diese dann therapeutisch zugänglich gemacht.

Fragen des Miteinanders auf der Station geben wir in der Stationsversammlung und dem Plenum Raum. Hierbei handelt es sich um Gruppen, in denen sich alle auf der Station befindlichen Patienten gemeinsam mit Teilen des therapeutischen Personals versammeln. Hierbei können wichtige, die Gruppe betreffende Vorgänge, aber auch Störungen und Schwierigkeiten besprochen und geregelt sowie auch entsprechend therapeutisch zugänglich werden.

Neben den Bezugstherapeuten und dem weiteren therapeutischen Personal im engeren Sinne steht auch das Pflegepersonal regelmäßig als Ansprechpartner zur Verfügung. In diesem Rahmen kann z.B. eine belastende therapeutische Situation nachbesprochen werden. Das Pflegeteam steht aber auch zur Verfügung für kleinere Sorgen und alltägliche Dinge sowie für die Organisation von Abläufen auf der Station.

zurück

Therapieverfahren

Einzel- und Gruppentherapie
Grundsätzlich können alle folgend aufgeführten Therapieverfahren auch einzel- oder gruppentherapeutisch vorgehalten werden. So wird Patienten die Möglichkeit geboten, in einem vertrauteren und Halt gebenden Einzelkontakt mit dem Therapeuten oder mittels Unterstützung und Rückmeldungen durch Mitpatienten in der Gruppe einen Zugang zu Konflikten und innerem Erleben zu finden.

Ergo- und Kunsttherapie
Die Ergotherapie bietet Patienten Möglichkeiten, durch unterschiedliche Materialien wie
z.B. Farbe, Ton, Papier, Stein, mit Vorgabe oder auch frei, eigenes Erleben zum Ausdruck zu bringen. So können z.B. auch in einer Gruppe bei gemeinsamen Arbeiten persönliche Haltungen und soziale Verhaltensweisen deutlich und therapeutisch zugänglich gemacht werden. Im Unterschied zu den verbalen Verfahren werden über den kreativ-schöpferischen Zugang emotionales und konflikthaftes Erleben auf eine für einige Patienten leichtere und unmittelbarere Art zugänglich gemacht.

Körpertherapie
Die Grundlage der Körpertherapie ist das Verständnis von einer engen Verbindung des körperlichen und seelischen Erlebens. Das Therapieverfahren hat u.a. eine Stärkung der Wahrnehmung körperlicher Befindlichkeit und des körperlichen Erlebens zum Inhalt. So werden z.B. über das Stärken der Wahrnehmung von Körperhaltungen oder auch von Verspannungen Verbindungen zum seelischen Erleben gesucht.

Die Körpertherapie geht u.a. davon aus, dass die Kraft nicht gelebter Gefühle körperlich ausgedrückt wird. Unterschiedliche Techniken, wie z.B. die Atemtherapie oder Ausdrucksübungen, sollen dazu dienen, wieder einen Zugang zu verborgenen Gefühlen zu finden und die Selbstwahrnehmung zu stärken.

Musiktherapie
Für die Musiktherapie stehen verschiedenste Instrumente bereit. Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Das gemeinsame Musizieren auf den unterschiedlichen Instrumenten ist als ein gemeinsames Handeln und Tun zu verstehen, bei dem u. a. typische Gestaltungen von Beziehungen erlebbar werden. So können von Gemeinsamkeit bestimmte Klänge entstehen, es ist aber auch möglich, über das Musizieren Abgrenzung von anderen zu verdeutlichen. Das gemeinsam Musizierte wird anschließend nachbesprochen, sodass jedem Patienten ermöglicht wird, das von ihm Dargestellte und Erlebte einzuordnen. So ist Musiktherapie ein komplexes Geschehen sozialer Interaktionen, die als kreativer Ausdruck und einen Prozess von Sinneseindrücken und Empfindungen zu verstehen sind. Auf diese Weise wird es Patienten ermöglicht, sich neu zu erfahren und auf kreative Weise einen Zugang zum eigenen Erleben zu finden. Des Weiteren bieten sich Experimentierfelder, in denen z.B. auch neues Verhalten probiert werden kann.

Angehörigenarbeit
Menschen sind immer ein Teil ihres sozialen Umfeldes. Uns ist es wichtig, in die sich während eines therapeutischen Prozesses ergebenden Veränderungen eines Patienten, Angehörige, wie z.B. einen Ehepartner oder Kinder, mit einzubeziehen. Auch kann es vorkommen, dass ein therapeutischer Prozess durch gegenwärtige soziale Beziehungen gehemmt wird. In solchen oder ähnlichen Fällen beziehen wir wichtige Bezugspersonen unserer Patienten in Form von Angehörigengesprächen entweder einmalig oder häufiger in die Therapie mit ein.

Medikamentöse Therapie
Je nach Krankheitsbild kann es erforderlich werden, medikamentöse Behandlungsmaßnahmen unterstützend mit einzubeziehen. Ein solches Vorgehen wird eng mit dem zuständigen Arzt abgestimmt.

Sollten Patienten bereits vor der Aufnahme Medikamente einnehmen, ist es wichtig, uns darüber Mitteilung zu machen. Die jeweiligen Medikamente werden dann von uns während des stationären Aufenthaltes weiter verordnet.

Physiotherapie
Hier kommen krankengymnastische Maßnahmen, z.B. bei orthopädischen Problemen oder aber auch unterstützende Anwendungen wie Massagen und Bäder zur Anwendung.

Milieu- und Soziotherapie
Wir unterstützen unsere Patienten bei der Gestaltung des gemeinsamen Erlebens und der Umsetzung von Aktivitäten auf der Station. Dazu gehören gemeinsames Kochen, gemeinsame Unternehmungen und Verabredungen gehören.

Aroma- und Entspannungstherapie
Auf der Station bieten wir eine Gruppe zum Erlernen der progressiven Muskelrelaxation nach Jacobsen und aromatherapeutische Anwendungen an. Diese Verfahren sollen helfen, zwischen den Therapien Entspannung zu finden, aber auch nach der Entlassung Freude an Entspannung und einem positiven Körpergefühl zu finden.

Weitere therapeutische Ansätze
Je nach Symptomatik bieten wir spezifische therapeutische Ansätze an. Für Patienten mit Angststörungen bieten wir gezieltes Expositionstraining an. Darüber hinaus werden eine Depressionsgruppe, psychoedukative Vorträge u. a. Angebote, über die wir gerne informieren, vorgehalten.

zurück

Entlassung
Sollten sich Patienten bereits in einer ambulanten psychotherapeutischen Behandlung befinden, werden wir bemüht sein, uns mit ihrem ambulanten Psychotherapeuten in Verbindung zu setzen und diesen in die Behandlung einzubeziehen und ihn bei Bedarf in die Klinik zu einem Entlassungsvorbereitungsgespräch einzuladen. So kann ein guter Übergang zur weiteren ambulanten Psychotherapie gestaltet werden.

Zur Entlassungsvorbereitung werden wir sog. Belastungserprobungen durchführen. Auf diese Weise wird es ermöglicht, das Einleben im häuslichen Umfeld nach der Entlassung besser vorzubereiten.

Bei Bedarf wird auch unser Sozialdienst für nach der Entlassung zu regelnde Behörden- oder sonstige Angelegenheiten tätig.

Slogan

Hier haben wir für Sie weitere Informationen hinterlegt: