Termine

Informationsveranstaltung:
Das Schlafapnoe-Syndrom — Was Atemaussetzer im Schlaf gefährlich macht

15.11.17


Datum / Zeit: 15. November 2017 - 19.00 Uhr 

Veranstaltungsort: 

VHS Arbeitsstelle Syke
Waldstr. 1
28857 Syke

 

Was Atemaussetzer im Schlaf gefährlich macht!
Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf sind die Folge

Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche können die Folgen einer Schlafapnoe sein. Das Schlafapnoe-Syndrom ist ein Beschwerdebild, das durch Atemstillstände (Apnoen) während des Schlafs verursacht wird. Folge dieser Erkrankung kann eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit bis hin zum Sekundenschlaf (Einschlafzwang) – oft auch Thema bei Autofahrern – sein. Aber eine Reihe weiterer Symptome und Folgeerkrankungen, wie ein hoher Blutdruck können auftreten.

So führen Atemaussetzer im Schlaf zu einer verringerten Sauerstoffaufnahme bei gleichzeitigem Anstieg des Kohlendioxidgehaltes im Blut. Die Folge sind wiederholte Aufweckreaktionen, eine Alarmreaktion des Körpers, die meistens nicht bewusst wahrgenommen werden. Die Schlafunterbrechungen sind für einen nicht ausreichend erholsamen Schlaf verantwortlich, welcher meistens zu der typischen Tagesmüdigkeit führt.

Besonders gemütlich ist der Schlaf in einem Schlaflabor nicht – aber erträglich. Gurte um Brust und Bauch, einen Fingersensor für die Messung des Sauerstoffgehaltes, eine Nasensonde, Hirnstrom- und Muskelsensoren und ein EKG können abgeleitet werden. Für eine gesicherte Diagnose sind viele Kabel notwendig, um das Verhalten des Patienten während des Schlafes zu untersuchen. Aber auch ambulante Untersuchungen sind möglich. „Mit einem kleinen Gerät, welches in der Klinik angelegt wird, kann die Untersuchung zu Hause während des Schlafens erfolgen. Nach der Nacht der Kabel im heimischen Bett erfolgt dann die Auswertung mit einem speziellen Programm an einem Computer. „Hier erkennen wir die Zusammenhänge der Schlafstörung“, sagt Chefarzt Christian Godde, der aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit auf ein umfassendes Know-how zurückgreifen kann.

Aber was tun, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und ein Schlafapnoe-Syndrom diagnostiziert wurde? „Maßnahmen, die die Schlafhygiene verbessern, reichen bei der Behandlung meistens nicht aus“, sagt Dr. Christian Godde. Bei einer leichten Schlafapnoe können schon einfache Maßnahmen dazu beitragen, die Zahl der Aussetzer zu verringern. Zum Beispiel empfiehlt es sich, Übergewicht abzubauen. Denn überflüssige Pfunde begünstigen die Schlafapnoe. Eine Behandlung mittels Überdrucktherapie über eine flexible Nasen- oder auch Mund-Nasen-Maske ist in ausgeprägten Fällen erforderlich. Diese Maske ist mit einem kleinen Gerät verbunden, welches einen Atemluftüberdruck erzeugt. Durch diesen Überdruck werden die Atemwege im Bereich des Rachens offen gehalten. Ist diese Therapie nicht ausreichend, stehen weitere, leistungsfähigere Beatmungsgeräte, die auch komplexere Atemregulationsstörungen ausgleichen können, zur Verfügung. Auf Rauchen, Alkohol und Schlaftabletten sollten Patienten verzichten, die zu Atemaussetzern neigen.

Übrigens: Die Schlafapnoe ist sehr verbreitet. Schätzungen zufolge sind etwa vier Prozent der Männer im mittleren Lebensalter betroffen; bei den Frauen sind es etwa zwei Prozent. Sie meinen, dass sie auch zu den Menschen mit einem Schlafapnoe-Syndrom gehören? Dann sollten Sie es auf jeden Fall abklären lassen. Sicher ist sicher! Ein ambulanter Untersuchungstermin kann in der Sprechstunde der Inneren Medizin in der Klinik Sulingen (Telefon 04271 82-33310) vereinbart werden.

 

 

Dozent:
Chefarzt Dr. Christian Godde
Facharzt für Innere Medizin, Pneumologie und Schlafmedizin

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der VHS im Landkreis Diepholz

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Kontakt:

Kliniken Landkreis Diepholz
Georg Beuke
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 05442 87909-908
Fax: 05442 87909-909
E-Mail: g.beuke@klinikverbund.de

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